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Insights · Print · Papier & Veredelung

Papier und Veredelung wählen

Von Stefan EngelAktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

Papier entscheidet mit darüber, wie hochwertig eine Drucksache wirkt und wie Farben aussehen. Diese acht Tipps helfen Ihnen, Grammatur, Oberfläche und Veredelung passend zum Zweck zu wählen.

  1. Grammatur nach Einsatz wählen

    Die Grammatur gibt an, wie schwer ein Bogen Papier pro Quadratmeter ist. Je höher sie ist, desto fester fühlt sich das Papier an.

    Briefpapier liegt üblicherweise bei 80 bis 120 g/m², Flyer bei 135 bis 170 g/m², Visitenkarten und Umschläge von Broschüren bei 300 g/m² und mehr. Für Mailings lohnt sich ein Blick auf das Porto: Wenige Gramm entscheiden über die Preisstufe.

  2. Gestrichen oder ungestrichen

    Gestrichenes Papier hat eine glatte Oberfläche. Farben wirken darauf kräftig und Bilder scharf.

    Ungestrichenes Papier, oft Naturpapier genannt, ist offener und griffiger. Farben wirken etwas weicher, dafür lässt es sich gut beschreiben. Für Briefpapier und Notizblöcke ist es deshalb die bessere Wahl.

  3. Matt, seidenmatt oder glänzend

    Glänzendes Papier lässt Bilder brillant wirken, spiegelt aber und ist schlechter lesbar.

    Seidenmattes Papier ist ein guter Mittelweg für Broschüren mit viel Text und Bildern. Mattes Papier wirkt ruhig und hochwertig, Farben erscheinen dort etwas gedämpfter.

  4. Muster anfordern

    Papier lässt sich am Bildschirm nicht beurteilen.

    Fragen Sie Ihre Druckerei nach Papiermustern oder einem Musterbuch. Wichtig ist, wie sich das Papier anfühlt, wie durchscheinend es ist und wie Farben darauf wirken. Bei größeren Auflagen lohnt ein Andruck auf dem gewählten Papier.

  5. Veredelung gezielt einsetzen

    Veredelungen wie Lack, Prägung oder Folie heben einzelne Elemente hervor.

    Ein partieller Lack lässt zum Beispiel nur das Logo glänzen, eine Prägung macht es fühlbar. Weniger ist hier mehr: Eine einzelne, gut gesetzte Veredelung wirkt hochwertiger als mehrere zugleich.

  6. Cellophanierung für Schutz und Haptik

    Eine aufkaschierte Folie schützt Drucksachen vor Abrieb und Feuchtigkeit.

    Matte Folie wirkt edel, Softtouch-Folie fühlt sich samtig an, Glanzfolie verstärkt Farben. Für Umschläge, Visitenkarten und Mappen, die oft in die Hand genommen werden, ist das sinnvoll. Beschreiben lassen sich cellophanierte Flächen allerdings kaum noch.

  7. Laufrichtung beachten

    Papier hat eine Faserrichtung. Wird quer zu ihr gefalzt, kann der Bruch unsauber werden und das Papier reißen.

    Bei dickeren Papieren ab etwa 170 g/m² wird deshalb vor dem Falzen gerillt. Bei Broschüren und Faltflyern achtet die Druckerei darauf, wenn Sie Format und Falzart von Anfang an angeben.

  8. Nachhaltigkeit klären

    Recyclingpapier und Papiere aus zertifizierter Forstwirtschaft gibt es heute in hoher Qualität.

    Achten Sie auf anerkannte Siegel wie den Blauen Engel für Recyclingpapier oder FSC für Frischfaser. Recyclingpapier wirkt oft etwas grauer und offener. Ob das zur Marke passt, zeigt ein Muster am schnellsten.