Navbar

Insights · Marke · Corporate Design

Markenfarben überall gleich halten

Von Stefan EngelAktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

Dieselbe Markenfarbe sieht auf Papier, Bildschirm, Folie und Stoff unterschiedlich aus, wenn sie nicht für jedes Medium festgelegt ist. Mit diesen acht Tipps bleibt Ihre Farbe überall wiedererkennbar.

  1. Eine Farbe, mehrere Werte

    Jede Markenfarbe braucht einen festen Wert für jedes Medium: CMYK für den Druck, RGB und HEX für Bildschirme, dazu bei Bedarf eine Sonderfarbe wie Pantone.

    Diese Werte werden nicht einfach umgerechnet, sondern so abgestimmt, dass die Farbe überall gleich wirkt. Stehen sie einmal fest, gehören sie ins Gestaltungshandbuch und in jede Vorlage.

  2. Sonderfarben für exakte Treue

    Mit Pantone oder HKS wird eine Farbe im Druck exakt so gemischt, wie sie im Farbfächer steht.

    Das lohnt sich bei Farben, die im normalen Vierfarbdruck nicht genau zu treffen sind, etwa sehr leuchtende Grün-, Orange- oder Blautöne. Sonderfarben kosten im Druck mehr. Für Geschäftsausstattung und Verpackungen sind sie oft die richtige Wahl, für Flyer meist nicht nötig.

  3. Gestrichenes und ungestrichenes Papier unterscheiden

    Dieselbe Farbe wirkt auf glattem, gestrichenem Papier kräftiger als auf rauem Naturpapier.

    Deshalb gibt es bei Pantone eigene Werte mit den Zusätzen C für gestrichen und U für ungestrichen. Legen Sie fest, welcher Wert für welches Papier gilt, und geben Sie ihn der Druckerei immer mit an.

  4. Farbwerte nie per Pipette aufnehmen

    Eine Farbe aus einem Foto, einem PDF oder einer Website abzugreifen, liefert fast immer einen falschen Wert.

    Bildkompression, Farbprofile und Bildschirmeinstellungen verändern die Farbe unterwegs. Arbeiten Sie immer mit den festgelegten Werten aus dem Handbuch.

  5. Werte für Folie und Textil festlegen

    Für Beschriftungen und Kleidung gelten eigene Farbsysteme der Folien- und Textilhersteller.

    Lassen Sie für die Markenfarbe die passende Folien- oder Garnfarbe bestimmen und ergänzen Sie sie im Handbuch. So muss nicht bei jeder neuen Fahrzeugbeschriftung oder Bestickung neu gesucht werden.

  6. Am Bildschirm richtig beurteilen

    Monitore zeigen Farben unterschiedlich, je nach Gerät, Einstellung und Umgebungslicht.

    Beurteilen Sie Druckfarben deshalb nie allein am Bildschirm. Vergleichen Sie mit einem gedruckten Farbfächer oder einem Probedruck bei Tageslicht oder Normlicht.

  7. Kontrast für Texte prüfen

    Nicht jede Markenfarbe eignet sich für Text.

    Helle oder sehr leuchtende Farben auf Weiß sind schwer lesbar. Für Webseiten gibt es dafür feste Mindestwerte zur Barrierefreiheit. Nutzen Sie solche Farben besser für Flächen, Akzente oder als Hintergrund mit dunkler Schrift.

  8. Eine Farbpalette, nicht nur eine Farbe

    Neben der Hauptfarbe braucht ein Erscheinungsbild meist ergänzende Farben für Text, Hintergründe und Hervorhebungen.

    Legen Sie fest, welche Farben es gibt und wofür jede eingesetzt wird. Eine kleine, klar geregelte Palette wirkt geschlossener als viele einzelne Farben, die nach Gefühl kombiniert werden.