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Insights · Marke · Logo

Logo richtig einsetzen

Von Stefan EngelAktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

Ein Logo wirkt nur, wenn es überall gleich aussieht. Mit diesen neun Regeln setzen Sie Ihr Logo auf Briefpapier, Website, Fahrzeug und in Social Media so ein, dass es klar erkennbar bleibt.

  1. Schutzraum einhalten

    Rund um das Logo bleibt eine freie Fläche, in der weder Text noch Bild noch Seitenrand stehen.

    Wie groß dieser Schutzraum ist, legt Ihr Gestaltungshandbuch fest. Meist wird er über ein Maß aus dem Logo selbst bestimmt, zum Beispiel die Höhe eines Buchstabens. So wächst er automatisch mit, wenn das Logo größer oder kleiner wird.

  2. Mindestgröße beachten

    Unter einer bestimmten Größe werden feine Linien und kleine Schrift unlesbar.

    Die Mindestgröße steht im Handbuch, getrennt für Druck in Millimetern und für Bildschirme in Pixeln. Für sehr kleine Einsätze wie das Symbol im Browser-Tab, einen Stempel oder eine Stickerei gibt es oft eine vereinfachte Variante. Nutzen Sie diese, statt das Hauptlogo weiter zu verkleinern.

  3. Die passende Variante wählen

    Auf hellem Grund steht die farbige oder dunkle Version, auf dunklem Grund die helle.

    Viele Logos gibt es zusätzlich einfarbig, etwa für Gravuren, Folienschnitt oder Faxvorlagen. Fehlt für einen Untergrund die passende Variante, lassen Sie sie anlegen, statt das Logo selbst umzufärben.

  4. Proportionen nie verändern

    Ein Logo wird immer gleichmäßig in Breite und Höhe skaliert.

    Wer in einem Programm an einer Ecke zieht, ohne die Umschalttaste zu halten, staucht oder streckt das Logo. Auch Drehen, Neigen oder das Verschieben einzelner Bestandteile verändert die Marke und gehört nicht zum Einsatz.

  5. Nur die festgelegten Farben verwenden

    Die Logofarben stehen als feste Werte im Handbuch: CMYK oder Pantone für den Druck, RGB und HEX für Bildschirme.

    Farben per Pipette aus einem Bild oder einer alten Datei aufzunehmen, führt schnell zu Abweichungen. Verwenden Sie immer die angegebenen Werte. Auf Folien und Textilien gelten oft eigene Farbnummern des Herstellers, auch diese gehören ins Handbuch.

  6. Das richtige Dateiformat nehmen

    Für Druck, Beschriftung und große Formate brauchen Sie das Logo als Vektordatei, zum Beispiel SVG, PDF oder EPS. Für Office-Dokumente und Websites reicht oft PNG.

    Vektordateien lassen sich ohne Qualitätsverlust beliebig vergrößern. PNG unterstützt einen transparenten Hintergrund, JPG dagegen nicht: Ein JPG-Logo bringt fast immer einen weißen Kasten mit, der auf farbigen Flächen stört.

  7. Keine Effekte hinzufügen

    Schatten, Konturen, Verläufe oder Leuchteffekte gehören nicht ans Logo.

    Solche Effekte sollen das Logo oft auf schwierigen Hintergründen retten. Besser ist es, den Hintergrund zu beruhigen oder die passende Logovariante zu nehmen.

  8. Auf Fotos einen ruhigen Bereich wählen

    Steht das Logo auf einem Foto, braucht es eine gleichmäßige Fläche ohne viele Details.

    Wählen Sie den Bildausschnitt so, dass hinter dem Logo zum Beispiel Himmel, Wand oder eine unscharfe Fläche liegt. Reicht der Kontrast trotzdem nicht, ist eine dezente Fläche in Markenfarbe hinter dem Logo die sauberere Lösung als ein Effekt.

  9. Neben anderen Logos ausgewogen platzieren

    Bei Partner- oder Sponsorenlogos wirken alle Logos gleich groß, wenn sie optisch ausgeglichen sind, nicht wenn sie gleich breit sind.

    Ein breites Schriftlogo und ein kompaktes Bildzeichen brauchen unterschiedliche Maße, damit sie gleich gewichtig wirken. Halten Sie zwischen allen Logos denselben Abstand und richten Sie sie an einer gemeinsamen Mittellinie aus.