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Insights · Werbetechnik · Schilder & Leuchtwerbung

Firmenschild planen

Von Stefan EngelAktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

Ein Firmenschild hängt oft zehn Jahre und länger. Diese neun Punkte sollten geklärt sein, bevor gestaltet und produziert wird: von der Lesedistanz über das Material bis zur Genehmigung.

  1. Lesedistanz bestimmen

    Überlegen Sie zuerst, aus welcher Entfernung das Schild gelesen werden soll: vom Gehweg, von der anderen Straßenseite oder aus dem fahrenden Auto.

    Davon hängt die Schriftgröße ab. Als grobe Faustregel gilt etwa 1 cm Buchstabenhöhe je 3 bis 4 Meter Leseabstand. Wer aus dem Auto gelesen werden will, braucht zusätzlich Zeit: Je schneller vorbeigefahren wird, desto größer und kürzer muss die Botschaft sein.

  2. Wenig Text

    Name, Logo und höchstens eine kurze Zeile zur Leistung reichen.

    Telefonnummer, Website und Öffnungszeiten liest im Vorbeigehen kaum jemand. Sie gehören besser auf ein kleines Schild am Eingang, in Augenhöhe.

  3. Auf Kontrast achten

    Helle Schrift auf dunklem Grund oder dunkle Schrift auf hellem Grund ist aus der Entfernung am besten lesbar.

    Prüfen Sie den Kontrast auch zur Fassade: Ein weißes Schild auf einer weißen Wand verliert seine Kontur. Farben, die sich nur im Farbton, nicht in der Helligkeit unterscheiden, verschwimmen auf Distanz.

  4. Standort und Höhe prüfen

    Schauen Sie sich die Stelle aus Sicht Ihrer Besucher an, zu Fuß und mit dem Auto.

    Bäume, Laternen, parkende Lieferwagen oder Vordächer verdecken Schilder oft genau dort, wo man sie sehen soll. Ein Foto aus mehreren Blickrichtungen hilft bei der Planung und bei der Abstimmung mit dem Werbetechniker.

  5. Material für den Einsatz wählen

    Für außen braucht es Materialien, die Sonne, Regen und Frost über Jahre aushalten.

    Üblich sind zum Beispiel Aluminiumverbund für flache Schilder, Acrylglas für hinterleuchtete Flächen und Edelstahl oder Aluminium für Einzelbuchstaben. Achten Sie bei Folien und Drucken auf UV-Beständigkeit, damit Farben nicht nach wenigen Jahren verblassen.

  6. Beleuchtung früh einplanen

    Wer auch im Dunkeln gefunden werden will, braucht Licht am Schild.

    Möglich sind hinterleuchtete Buchstaben, Leuchtkästen oder Strahler von außen. Für die Beleuchtung muss ein Stromanschluss an der richtigen Stelle liegen. Das sollte vor der Montage geklärt sein, oft braucht es dafür einen Elektriker.

  7. Genehmigung klären

    Werbeanlagen an Gebäuden brauchen je nach Größe, Beleuchtung und Lage eine Genehmigung der Gemeinde.

    In Altstädten gelten oft zusätzlich Gestaltungssatzungen oder Auflagen des Denkmalschutzes, etwa zu Größe, Farbe oder Leuchtwerbung. Fragen Sie frühzeitig beim zuständigen Bauamt nach, bevor das Schild gefertigt wird.

  8. Eigentümer fragen

    Sind Sie Mieter, brauchen Sie die Zustimmung des Eigentümers für ein Schild an der Fassade.

    Halten Sie fest, wo das Schild hängen darf und wie groß es sein darf. Klären Sie auch, wer bei einem Auszug die Demontage übernimmt und die Fassade wieder herrichtet.

  9. Untergrund und Befestigung prüfen

    Wie ein Schild befestigt wird, hängt von der Fassade ab.

    Auf gedämmten Fassaden sind spezielle Befestigungen nötig, damit keine Wärmebrücken oder Feuchteschäden entstehen. Bei großen Schildern spielt außerdem die Windlast eine Rolle. Lassen Sie den Untergrund vor der Bestellung prüfen.