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Insights · Marke · Markenführung

Ein gutes Briefing für Designprojekte schreiben

Von Stefan EngelAktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

Ein klares Briefing spart in jedem Designprojekt Zeit, Korrekturschleifen und Geld. Diese neun Punkte sollten darin stehen, egal ob es um ein Logo, eine Website oder einen Flyer geht.

  1. Ziel in einem Satz

    Beschreiben Sie, was das Projekt erreichen soll, und zwar in einem Satz.

    Mehr Anfragen, ein moderneres Erscheinungsbild, ein neues Produkt einführen: Das Ziel ist der Maßstab, an dem später jeder Entwurf gemessen wird. Ohne Ziel werden Entwürfe nach Geschmack beurteilt.

  2. Zielgruppe konkret beschreiben

    Wen wollen Sie erreichen? Je genauer, desto besser.

    „Alle“ ist keine Zielgruppe. Beschreiben Sie, wer Ihre Kunden sind, was sie beruflich tun, was ihnen wichtig ist und wo sie Ihnen begegnen. Ein Beispielkunde mit Namen und Alltag hilft oft mehr als Statistik.

  3. Die eine Botschaft

    Was soll jemand nach dem ersten Kontakt über Sie wissen?

    Halten Sie diese Botschaft kurz. Alles Weitere ist wichtig, aber zweitrangig. Wer zehn Botschaften gleich gewichtet, bekommt eine Gestaltung, die keine davon klar transportiert.

  4. Bestehende Vorgaben mitliefern

    Schicken Sie alles mit, was bereits feststeht: Logo, Farben, Schriften, Gestaltungshandbuch, Beispiele bisheriger Drucksachen.

    So muss nichts nachgebaut oder erraten werden. Sagen Sie auch, was sich ändern darf und was auf keinen Fall.

  5. Beispiele, die Ihnen gefallen und die Ihnen nicht gefallen

    Beispiele sagen oft mehr als Beschreibungen.

    Sammeln Sie einige Arbeiten, die Ihnen gefallen, und schreiben Sie kurz dazu, was genau Ihnen daran gefällt. Beispiele, die Sie ausdrücklich nicht wollen, sind genauso hilfreich.

  6. Wettbewerber nennen

    Mit wem vergleichen Kunden Sie?

    Nennen Sie zwei oder drei Wettbewerber. Die Gestaltung soll sich von ihnen abheben und trotzdem zu Ihrer Branche passen. Das gelingt nur, wenn das Umfeld bekannt ist.

  7. Umfang und Formate festlegen

    Listen Sie auf, was am Ende geliefert werden soll: welche Dateien, Formate, Größen und Sprachen.

    Ein Logo für Website und Briefpapier braucht andere Varianten als eines, das auch auf Fahrzeugen, Textilien und Schildern stehen soll. Was später dazukommt, kostet meist mehr, als es von Anfang an mitzuplanen.

  8. Budget und Termine offen nennen

    Ein Budgetrahmen hilft, den passenden Umfang vorzuschlagen.

    Nennen Sie auch feste Termine, etwa eine Messe oder eine Eröffnung, und rechnen Sie Zeit für Abstimmung und Freigaben ein. Freigaben im eigenen Haus dauern oft länger als die Gestaltung selbst.

  9. Einen Ansprechpartner bestimmen

    Legen Sie fest, wer Entwürfe bewertet und freigibt.

    Feedback von vielen Seiten, das sich widerspricht, verlängert jedes Projekt. Eine Person sammelt die Rückmeldungen im eigenen Haus und gibt sie gebündelt weiter.